Freitag, 21. Oktober 2011

endlich

... ein neuer beitrag mögen einige von euch - mit recht - sagen.

'endlich' steht für mich aber auch noch mit anderem in verbindung. endlich haben wir nämlich california erreicht... mein absoluter lieblingsstaat in den usa. praktisch zeitgleich mit dem überqueren der grenze zwischen oregon zu california änderte sich endlich auch das wetter. seither geniessen wir sonne, warme tage, rückenwind und die schöne küstenlandschaft.

endlich sind wir auch nicht mehr die einzigen velo-türler. immer wieder treffen wir auf andere, die wie wir das land mit hilfe des velos entdecken. meist sind diese alleine unterwegs. einige mit dem ziel san diego, einige ohne konkretes ziel und zeitplan und wiederum andere fahren um geld für ein projekt zu sammeln.

auf der strasse grüsst man sich jeweils freundlich... ein kurzer austausch über herkunft und plan und weiter gehts. ausführliche unterhaltungen werden dann am abend auf dem campingplatz geführt. sogenannte hiker biker sites, meist ein bisschen abgesondert von den standplätzen der wohnwagen, bieten platz für die zelte der velotourenden. so verbringen wir immer wieder gemütliche abende unter gleichgesinnten.

mittlerweilen sind wir in san francisco angekommen. die 2'000 km grenze haben wir hinter uns gebracht und das ziel san diego kommt immer näher. um unseren beinen eine pause zu gönnen haben wir uns entschieden, einen ruhetag in der stadt einzulegen. nach fast einem monat im zelt, entlang der küste mit nur kleinen dörfern nun in in einer gross-stadt mit tausenden touristen zu sein fühlt sich schon ein bisschen komisch an... deshalb ziehen wir dann morgen auch gerne wieder von dannen und widmen uns wieder dem einfachen leben auf dem velo und im zelt.

bis zum nächsten mal,
philipp

ps: aufgrund der teils sehr spärlichen netzabdeckung kann es sein, dass auch der nächste eintrag ein wenig auf sich warten lässt... bis dann könnt ihr die zeit ja mit anschauen der neuen bilder in der gallery (raincouver to sun diego) verbringen :)

Freitag, 7. Oktober 2011

daneben

am ende des letzten beitrags erwartete ich regen für den nächsten tag... nun, die wettervorhersage lag nicht richtig. regen gabs kaum an diesem tag. was uns aber stattdessen während des ganzen tages begleitete, fanden wir auch 'daneben'. gegenwind... und zwar mehr als ausreichend. in die pedalen treten war immer angesagt... geradeaus und bergauf ja sowiso... aber dank des windes eben auch bergab.

wir wurden aber mit dem besten campground bis jetzt belohnt... riesengross, günstig... aber mit pool und hottub. diese wurden dann auch gleich für 3 stunden in beschlag genommen.

am nächsten morgen - mit wolkenverhangenem himmel der viel regen versprach - entschieden wir uns, einen ruhetag einzulegen. beim bezahlen des 2ten tages wollten wir noch wissen, wie teuer die cabins pro nacht seien. anstelle eines preises wurde uns dann gleich ein ebensolches angeboten - für den gleichen preis wie der zeltplatz. gerne angenommen!

so verbrachten wir den tag mit wäsche waschen, süssem nichtstun in unserem trocknen cabin und nebenbei assen wir noch ein etwas. hier unser menü des ruhetags:

4 würste, 2 brote, 1l milch für hot chocolate, 6 pancakes, 3 dosen ravioli, eine box mit onion-rings, eine familien-pizza mit sage und schreibe 20 stücken, 6 bier, 2l coka cola, 1 pack chips...

unsere körper verlangen seit dem start unmengen an futter... unschwer zu erkennen :)

so weiter gehts... mittlerweile sind wir in oregon angekommen - haben somit schon 2 staaten (british columbia und washington) hinter uns gelassen, und geniessen die schöne küste von oregon. naja, richtig geniessen konnten wir sie eigentlich erst gestern. die tage zuvor waren meist geprägt von ungeliebtem gegenwind, wetter welches im 5 minutentakt von sonne zu regen zu nebel zu hagel und retour wechselte. aaaber, wir sind nunmal draussen unterwegs und nicht aus zucker gemacht... alles wurde unbeschadet überstanden. mitunter auch dank einigen restaurantbesuchen :)

trotz all den stops und ruhetagen sind wir sind übrigens immer noch auf kurs... die letzte nach haben wir auf einem schönen campground am kiwanda beach verbracht.

nicht mehr lange, und wir werden auch schon die nächste staatengrenze von oregon zu california überschreiten bzw. überfahren.

bis dann,
liebe grüsse in die welt


Sonntag, 2. Oktober 2011

achterbahn

nach einer gemütlichen fahrt mit der fähre von victoria in kanada nach port angeles in den vereinigten staaten fühlte ich mich schon ein bisschen komisch... nach 9 super monaten in vancouver verlies ich nun kanada endgültig.

die zollkontrolle fiel um einiges einfacher aus als man diese von den flughäfen kennt. kurzen blick in den pass, ein 'welcome to the states' und schon gings weiter.

ein herr den wir quasi beim besteigen der fähre kennenlernten zeigte uns dann noch kurz wo der veloweg in den usa startet... herzlichen dank george... das abenteuer im neuen land konnte beginnen.

nach kurzer fahrt, es wurde schon dunkel, erreichten wir unser ersten campground. heruntergekommen, direkt neben dem vielbefahrenen highway und mit komischen gestalten... da er gratis war (wir kamen nachdem das büro bereits geschlossen hatte - und gingen bevor das büro zum bezahlen öffnete) beklagten wir uns jedoch nur wenig.

die weiteren tage waren dann geprägt von (meist) schönem wetter, strassen die sich der küste entlang schlängelten aber trotzdem stets auf und ab gingen, und campgrounds die immer besser werden.

während ich als glarner wandervogel mit dem vielen auf und ab keine mühe bekundete, zeigten sich bei oguzhan erste anzeichen von ermüdungen. am ende des heutigen tages war er dann sehr froh, endlich wieder vom sattel steigen zu können.

für morgen ist nun leider den ganzen tag regen vorausgesagt... hoffentlich kann dies aber die kurze tagesetappe ein wenig kompensieren.

so, nun schnell in den schlafsack - genügend schlafen und die beine ausruhen.

bis zum nächsten mal,
liebe grüsse aus bay center, washington

übrigens, in dem album 'raincouver to sun diego' könnt ihr noch ein paar wenige fotos mehr sehen.