Samstag, 5. November 2011

juhui

salut liebe leser,

san francisco ist weit hinter uns - so weit das wir es nun endlich geschafft haben. 3200 km sind hinter uns und wir sind in san diego angekommen.

die fahrt aus san francisco heraus gestaltete sich ein wenig komplizierter als das wir uns das erhofft hatten. nach einigen umwegen schafften wir es dann aber doch, und schlängelten uns aus dem stadtverkehr (nicht immer ganz einfach mit den satteltaschen :)

es erwarteten uns weitere tage mit sonnenschein pur (das thermometer erreichte an einigen tagen bis zu 30 grad), langen auf- und abfahrten, routen die uns ein wenig ins landesinnere und wieder zurück an die küste führten.

an einigen tagen fuhren wir über stunden hinweg entlang riesiger erdbeer-felder... es scheint so als werden hier in kalifornien erdbeeren für die ganze welt hergestellt werden... ein sehr willkommener nebeneffekt dieser felder war der süsse duft von frischen beeren der uns an diesen tagen begleitete.

nach kleineren orten kamen wir dann in die nähe von los angeles... und aus den kleinen dörfern wurden immer mehr städte, die aber stets in einer angenehmen grösse waren und jeweils über super velowege verfügten. santa cruz, santa barbara... wir wären gerne ein bisschen länger geblieben.

in santa monica übernachteten wir dann 2 mal im hostel. nicht nur um uns eine pause zu gönnen - sondern auch um das nahegelegene hollywood zu besuchen... ein besuch den wir anschliessend zum schlechtesten entscheid unserer tour kürten. in unseren augen ist hollywood ein ort der lediglich von seinem namen, nicht aber von attraktivität leben kann. dreckig, stinkig, überteuert... nichts für uns. so verbrachten wir mehr zeit in santa monica und fröhnten unserer lieblingsbeschäftigung: essen.

die fahrt aus los angeles heraus gestaltete sich aufgrund schlechter strassen, viiiel verkehr und kaum vorhandener velowegen anstrengen und schwierig... wir meisterten aber auch dies ohne probleme.

die 2 verbleibenden tage bis san diego waren dann eigentlich nur noch formsache... und voller freude fuhren wir wie geplant nach 42 tagen in unserem zielort san diego ein.

wir verbringen nun unsere letzten tage in einem hostel in san diego downtown bevor oguzhan den zug nach vancouver, und ich den flieger nach hawaii besteigen werden.

42 tage, 3200 km... 1 gebrochene achse, 1 plattfuss, 1 gerissene kette... und unendlich viele eindrücke von einer unvergesslichen reise.

danke und auf wiedergüggs, bis bald in der schweiz - danke für's lesen.

euer philipp

ps: ach ja, neue photos werden wie gewohnt in der gallery zu finden sein.

Freitag, 21. Oktober 2011

endlich

... ein neuer beitrag mögen einige von euch - mit recht - sagen.

'endlich' steht für mich aber auch noch mit anderem in verbindung. endlich haben wir nämlich california erreicht... mein absoluter lieblingsstaat in den usa. praktisch zeitgleich mit dem überqueren der grenze zwischen oregon zu california änderte sich endlich auch das wetter. seither geniessen wir sonne, warme tage, rückenwind und die schöne küstenlandschaft.

endlich sind wir auch nicht mehr die einzigen velo-türler. immer wieder treffen wir auf andere, die wie wir das land mit hilfe des velos entdecken. meist sind diese alleine unterwegs. einige mit dem ziel san diego, einige ohne konkretes ziel und zeitplan und wiederum andere fahren um geld für ein projekt zu sammeln.

auf der strasse grüsst man sich jeweils freundlich... ein kurzer austausch über herkunft und plan und weiter gehts. ausführliche unterhaltungen werden dann am abend auf dem campingplatz geführt. sogenannte hiker biker sites, meist ein bisschen abgesondert von den standplätzen der wohnwagen, bieten platz für die zelte der velotourenden. so verbringen wir immer wieder gemütliche abende unter gleichgesinnten.

mittlerweilen sind wir in san francisco angekommen. die 2'000 km grenze haben wir hinter uns gebracht und das ziel san diego kommt immer näher. um unseren beinen eine pause zu gönnen haben wir uns entschieden, einen ruhetag in der stadt einzulegen. nach fast einem monat im zelt, entlang der küste mit nur kleinen dörfern nun in in einer gross-stadt mit tausenden touristen zu sein fühlt sich schon ein bisschen komisch an... deshalb ziehen wir dann morgen auch gerne wieder von dannen und widmen uns wieder dem einfachen leben auf dem velo und im zelt.

bis zum nächsten mal,
philipp

ps: aufgrund der teils sehr spärlichen netzabdeckung kann es sein, dass auch der nächste eintrag ein wenig auf sich warten lässt... bis dann könnt ihr die zeit ja mit anschauen der neuen bilder in der gallery (raincouver to sun diego) verbringen :)

Freitag, 7. Oktober 2011

daneben

am ende des letzten beitrags erwartete ich regen für den nächsten tag... nun, die wettervorhersage lag nicht richtig. regen gabs kaum an diesem tag. was uns aber stattdessen während des ganzen tages begleitete, fanden wir auch 'daneben'. gegenwind... und zwar mehr als ausreichend. in die pedalen treten war immer angesagt... geradeaus und bergauf ja sowiso... aber dank des windes eben auch bergab.

wir wurden aber mit dem besten campground bis jetzt belohnt... riesengross, günstig... aber mit pool und hottub. diese wurden dann auch gleich für 3 stunden in beschlag genommen.

am nächsten morgen - mit wolkenverhangenem himmel der viel regen versprach - entschieden wir uns, einen ruhetag einzulegen. beim bezahlen des 2ten tages wollten wir noch wissen, wie teuer die cabins pro nacht seien. anstelle eines preises wurde uns dann gleich ein ebensolches angeboten - für den gleichen preis wie der zeltplatz. gerne angenommen!

so verbrachten wir den tag mit wäsche waschen, süssem nichtstun in unserem trocknen cabin und nebenbei assen wir noch ein etwas. hier unser menü des ruhetags:

4 würste, 2 brote, 1l milch für hot chocolate, 6 pancakes, 3 dosen ravioli, eine box mit onion-rings, eine familien-pizza mit sage und schreibe 20 stücken, 6 bier, 2l coka cola, 1 pack chips...

unsere körper verlangen seit dem start unmengen an futter... unschwer zu erkennen :)

so weiter gehts... mittlerweile sind wir in oregon angekommen - haben somit schon 2 staaten (british columbia und washington) hinter uns gelassen, und geniessen die schöne küste von oregon. naja, richtig geniessen konnten wir sie eigentlich erst gestern. die tage zuvor waren meist geprägt von ungeliebtem gegenwind, wetter welches im 5 minutentakt von sonne zu regen zu nebel zu hagel und retour wechselte. aaaber, wir sind nunmal draussen unterwegs und nicht aus zucker gemacht... alles wurde unbeschadet überstanden. mitunter auch dank einigen restaurantbesuchen :)

trotz all den stops und ruhetagen sind wir sind übrigens immer noch auf kurs... die letzte nach haben wir auf einem schönen campground am kiwanda beach verbracht.

nicht mehr lange, und wir werden auch schon die nächste staatengrenze von oregon zu california überschreiten bzw. überfahren.

bis dann,
liebe grüsse in die welt


Sonntag, 2. Oktober 2011

achterbahn

nach einer gemütlichen fahrt mit der fähre von victoria in kanada nach port angeles in den vereinigten staaten fühlte ich mich schon ein bisschen komisch... nach 9 super monaten in vancouver verlies ich nun kanada endgültig.

die zollkontrolle fiel um einiges einfacher aus als man diese von den flughäfen kennt. kurzen blick in den pass, ein 'welcome to the states' und schon gings weiter.

ein herr den wir quasi beim besteigen der fähre kennenlernten zeigte uns dann noch kurz wo der veloweg in den usa startet... herzlichen dank george... das abenteuer im neuen land konnte beginnen.

nach kurzer fahrt, es wurde schon dunkel, erreichten wir unser ersten campground. heruntergekommen, direkt neben dem vielbefahrenen highway und mit komischen gestalten... da er gratis war (wir kamen nachdem das büro bereits geschlossen hatte - und gingen bevor das büro zum bezahlen öffnete) beklagten wir uns jedoch nur wenig.

die weiteren tage waren dann geprägt von (meist) schönem wetter, strassen die sich der küste entlang schlängelten aber trotzdem stets auf und ab gingen, und campgrounds die immer besser werden.

während ich als glarner wandervogel mit dem vielen auf und ab keine mühe bekundete, zeigten sich bei oguzhan erste anzeichen von ermüdungen. am ende des heutigen tages war er dann sehr froh, endlich wieder vom sattel steigen zu können.

für morgen ist nun leider den ganzen tag regen vorausgesagt... hoffentlich kann dies aber die kurze tagesetappe ein wenig kompensieren.

so, nun schnell in den schlafsack - genügend schlafen und die beine ausruhen.

bis zum nächsten mal,
liebe grüsse aus bay center, washington

übrigens, in dem album 'raincouver to sun diego' könnt ihr noch ein paar wenige fotos mehr sehen.


Donnerstag, 29. September 2011

wunderbar

<p>nachdem wir den verregneten tag in powell river verbrachten konnten wir am n&#228;chsten morgen mit sonnenschein die f&#228;hre nach comox besteigen.</p>
<p>petrus sandte uns noch ein paar wenige regengr&#252;sse... meist dann, wenn wir uns aufgrund des anhaltenden sonnenscheins entschlossen, die regenjacke wieder einzupacken :)</p>
<p>nach einen langen tag in sattel liessen wir uns auf einen campground in nanoose bay nieder. die n&#228;chte werden nun schon recht kalt... und das aufstehen und aus dem warmen schlafsack kriechen f&#228;llt nicht immer leicht.</p>
<p>da wir aber einen weiteren tag mit fast 100 km vor uns hatten, mavhten wir uns schon fr&#252;h au den weg. das wetter zeigte sich immer mehr von der besten seite und wir kamen gut voran.</p>
<p>knapp eine stunde bevor wir den n&#228;chsten campground erreichten, trafen wir auf ein &#228;lteres paar welches ebenfalls mit dem velo unterwegs war. bevor wir wussten, wie die beiden heissen, luden sie uns ein, die nacht in ihrem haus zu verbringen. da ihr haus nur noch knapp 5 km vom geplanten nachtlager entfernt war, nahmen wir die einladung gerne an.</p>
<p>wie wir speter erfuhren, kamen steve und dodie miller vor 2 wochen von einer 7500 km langen velotour zur&#252;ck welche sie durch kanada und die usa von west nach ost und mit dem zug zur westk&#252;ste brachte. ziel ihrer reise war es, ihre kinder und grosskinder zu besuchen welche in den beiden l&#228;ndern wohnen.</p>
<p>nebst einem ausgiebigen bbq erhielten wir auch noch eine ganze menge tipps f&#252;r unsere weitere reise. anschliessend sanken wir in die frisch f&#252;r uns angerichteten betten.</p>
<p>um 7 uhr war tagwache und wir konnten unsere m&#228;gen mit pancackes, speck und r&#252;hreiern von der eigenen farm f&#252;llen. alles was die beiden, ein absolut liebenswertes paar, von uns f&#252;r all dies verlangten, war folgendes: sollten wir je in die situation gelangen, einen fremden zu helfen oder ein dach &#252;ber dem kof anzubieten... so sollen wir an sie denken und mit freude helfen.</p>
<p>machen wir sehr gerne!</p>
<p>nun, nach einer fahrt entlang des lochside trails sind eir in victoria angelangt... unser letzter stop in kanada. in 2 stunden geht dann unsere fähre nach port angeles in den usa.</p>
<p>bis zum nächsten mal aus dem land der unbegrenzten möglichkeiten :)</p>


Montag, 26. September 2011

here we go!

sooo, endlich sind wir underwägs... projekt "raincouver to sun diego" ist gestartet.

vancouver liegt hinter uns und die ersten kilometer haben wir auch schon in den beinen. die einzelnen streckenteile konnten wir bis anhin wie geplant (gemäss dem buch 'bicycling the pacific coast') zurücklegen.

nun stecken wir aber in powell river fest - nachdem wir um 5.30 aufgestanden sind um die erste fähre nach vancouver island zu erwischen. diese fähre wurde aber aufgrund eines sturms gestoppt. frühester abfahrtstermin ist nun 4 uhr nachmittags... anstelle von 9 uhr morgens. wird wohl nichts aus den geplanten 110 km für heute. was soll's... wir sind flexibel und sitzen / warten nun in einem restaurant auf besseres wetter und die abfahrt der fähre :) nebenbei können wir auch gleich ein bisschen trocknen... gestern und heute war meist regen angesagt.

übrigens... hier könnt ihr unsere route und den aktuellen standort erfahren. die karte wird, sofern möglich, täglich aktualisiert.

bis zum nächsten mal... liebe grüsse aus kanada.


Donnerstag, 15. September 2011

traveling bc & adiö vancouver

liebe leser,

2 monate sind seit meinem letzten blog-eintrag vergangen... 2 von bereits über 8 monated in canada. unglaublich aber wahr, mein intership-programm beendete ich vor wenigen wochen, meine zeit in canade geht in grossen schritten dem ende entgegen. bevor aber das ende wirklichkeit wird, möchte ich es nicht missen, euch noch einmal aus dem fernen land zu berichten.

ende july kamen 3 meiner besten kollegen nach vancouver um 2 wochen ihrer ferien hier zu verbringen. glücklicherweise durfte ich während dieser zeit von meinem arbeitsort fernbleiben und ebenfalls 2 wochen ferien geniessen - notabene meine ersten ferien in diesem jahr :) die ersten tage verbrachten wir in vancouver selbst. die tage wurden gefüllt mit verschiedensten aktivitäten wie tennis, besuch im omnimax-kino, beachvolleyball, sightseeing, einkaufs-exzess im outlet center, und einigen mehr. all dies vebrauchte unmengen an energie, welche wir uns dann bei meist ausgiebigen besuchen von restaurants und pubs wieder zu uns führten. manch einer würde wohl behaupten, dass sich einige szenen während dieser besuche schon beinahe an völlerei grenzten :) wie auch immer... wir liessen es uns auf jedenfall gut gehen.

vancouver ist wohl eine schöne stadt welche einiges zu bieten hat, jedoch war unser entdecker-drang dann doch grösser... wir wollten noch mehr von canada sehen. so wurde dann mein auto mit gepäck gefüllt, und los ging der roadtrip durch british columbia. eine reise, welche bei einigen noch albträume hervorrufen sollte.

unsere erste station war whistler, wo an diesem samstag gleich noch die finaldurchgänge des crankworx slopestyle-events (man beachte in dem video den jungen bei ungefähr 1:38 und weiter - 15 jährig!!) über die bühne gingen. beeindruckend was da alles gezeigt wurde. weiter gings dann noch am gleichen tag bzw durch die nacht auf jasper. alles in allem rund 900 km und unendliche stunden im auto - aber in den frühen morgenstunden erreichten wir dann unbeschadet das kleine dorf in alberta. ab an ein see-ufer, schlaf nachholen und tiere aus nächster nähe beobachten (einige wurden bei der "bewässerung" eines gebüsches von hirsch-artigen tieren überrascht :)


am nächsten tag war dann riverrafting angesagt. dank eines kollegen von küdä der in jasper als rafting-guide arbeitet, konnten wir die fahrt auf dem wilden wasser sogar kostenlos geniessen. anschliessend nahmen wir dann die kurze fahrt richtung banff auf uns. in banff angekommen machten wir es uns in der jugendherberge gemütlich. unser heim für 2 nächte.


während der zeit in banff kam das tanzbein dann wieder einmal so richtig zum einsatz... so sehr, dass wir am nächstens tag so ausgelaugt waren, dass wir kaum mehr aufstehen konnten - böse zungen behaupten auch, der übermässige konsum von alkoholischen getränken sei schuld daran gewesen. anyway... weiter mit dem auto nach kelowna. kurze übernachtung und auffüllen der energiereserven. am nächsten tag gings dann noch das letzte stück zurück nach vancouver. 


tja... das wars dann auch schon. ferien mit den kollegen vorbei. aber nach den ferien war dieses mal vor den ferien. 


meine eltern kamen auch noch für 2.5 wochen nach canada. dieses mal lief das ganze aber um einiges entspannter ab. zuerst verbrachten wir einige tage in vancouver mit sightseeing, wandern und geniessen um sich an canada gewöhnen zu können. anschliessend mieteten wir ein motorhome (wohnmobil) und kurvten 10 tage lang rund 2300 durch british kolumbien. wir besuchten wunderschöne orte... der reihe nach: hope, kelowna, vernon, golden, banff, jasper, horsefly lake, whistler, vancouver.

geplant war ausser der route beinahe nichts... die campgrounds wählten wir spontan aus, blieben solange es uns gefiel und fuhren dann weiter. wir wanderten, besuchten städte, mieteten kayaks, gingen schwimmen, und und und. in banff und horsefly lake verbrachten wir jeweils mehrere tage. währen der ganzen reisen konnten wir uns perfektem wetter erfreuen - alles klappte hervorragend und die ganze reise verdient das prädikat "wunderschön".

heute kehrten wir von dieser reise zurück. mein gepäck ist gepackt, die eltern fliegen morgen zurück in die schweiz und meine abreise in richtung san diego ist in einer woche.

ich werde euch währen der velotour wieder öfters über das aktuelle geschehen informieren... ob dies weiter über den blog geschehen wird, weiss ich noch nicht sicher.... falls es änderungen zur informationsquelle geben sollte, werdet ihr sie hier erfahren...

bis dann...
euer philipp




Donnerstag, 16. Juni 2011

nachbarschaft & krieg

meine lieben leser...

ich bin's mal wieder aus dem fernen vancouver. ich geb's ja zu... meine leistung in sachen mitteilungen, news und ähnlichem ist in den letzten wochen & monaten kontinuierlich schlechter geworden. liegt wohl ein bisschen daran, dass sich mein leben in kanada auf einem normalen niveau eingependelt, und die freude über alles neue sich gelegt hat. dies soll nicht heissen, dass es mir hier nicht mehr gefällt und ich nun dem langweiligen leben verfallen wäre... aber euch regelmässig von meinem alltag aus dem büro zu berichten erscheint mir eurer zeit nicht würdig...

in der zwischenzeit habe ich aber wieder genügen lese- bzw. schreibstoff angesammelt.... deshalb: los geht's!

ich bin umgezogen... so ungefähr nach dem motto: alles neu macht der mai habe ich seit ende mai eine neue adresse, neue mitbewohner, neue nachbarschaft. leider musste ich aus meiner alten wohnstätte ausziehen, da die besitzer des hauses sich in japan nicht mehr wohlfühlen und nun nach vancouver zurückkehren. glücklicherweise war zur gleichen zeit ein kollege von mir auf der suche nach einem neuen mitbewohner für eine 4-er WG in kitsilano. eine schöner teil von vancouver, in der nähe des strandes gelegen.

all meine mitbewohner (dan, andrew, charlie) sind in etwa gleich alt wie ich, treiben sport und haben ähnliche interessen. andrew, man glaubt es kaum, hat sogar den gleiche nachnamen wie ich... auf das ich in vancouver mit einem egli zusammenziehen würde, hätte ich vor antritt meiner reise nicht allzu viel geld gesetzt.

im gegensatz zu meiner vorherigen bleibe läuft hier immer etwas. sei es 'lemon' die hauskatze, welche nach streicheleinheiten sucht, freunde die nach einem langen arbeitstag auf unserer terasse ein bierchen trinken oder eine grössere hausparty mit 40 personen an einem freitag abend. langeweile kommt in diesem haus nicht auf. unter dem ständigen treiben in unserem heim leidet jedoch die sauberkeit / ordnung ein wenig. tja, es git halt nüd dr füüfer und z'weggli mitänand....

party auf der einen seite, 'krieg' auf der anderen. obwohl dieser nur sehr kurz dauerte, dafür umso heftiger ausfiel. wie viele von euch sicherlich aus den medien erfahren haben, verloren die vancouver canucks das letzte spiel um den stanley cup. was für die 3, 4 folgenden stunden nach spielende in vancouver downtown ablief, kann wohl kein normal-denkender mensch erklären. schlägereien, brennende autos (mitunter auch 2 polizeiautos), eingeschlagene schaufenster, plünderungen, tränengas-einsätze, und so weiter. kriegsähnliche zustände wohin man sah. die hölle wird wohl in etwa ähnlich aussehen ein teil von vancouver downtown nach spielende.




glücklicherweise fanden sich aber bis zum nächsten morgen über facebook und ähnliche online-medien unglaublich viele sportfans und einwohner... alle mit dem ziel, der welt zu zeigen, das dieses sinnlose zerstören nicht dem wahren vancouver entspricht. früh morgens wurden die strassen wieder gestürmt. diesmal mit besen, müllsäcken und putzmittel bewaffnet. bis zum mittag konnte dann von der stadtverwaltung vermeldet werden, dass keine neue freiwilligen-hilfe mehr nötig, und die stadt wieder sauber sei. ein schönes detail der ganzen aufräumarbeiten waren dann auch die vielen nachrichten, etc auf den temporären holzabdeckungen (anstelle der schaufenster). die stadt konnte so wieder in ihrem alten glanz erstrahlen.



nun ist alles wieder sauber und petrus hat mittlerweile auch gemerkt, dass in kanada der sommer ebenfalls angefangen hat. die stadt ist somit bereit, neue besucher zu empfangen. diese werden in ein paar wenigen wochen auch eintreffen... 3 glarner werden mich besuchen - 2 wochen tour de vancouver und umgebung, auf welche ich mich jetzt schon sehr freue.

bilder der tour sowie reiseberichte werden bestimmt folgen.

bis dann,
euer kanadier

Mittwoch, 18. Mai 2011

vergangenheit & zukunft

salü,

vor einigen tagen erhielt ich ein email aus dem schönen glarnerland, ob ich denn noch am leben sei... ich hätte mich schon lange nicht mehr per blog gemeldet. mein gefühl sagte mir, dass ich den letzten eintrag erst vor 1.5, zwei wochen geschrieben habe. nach konsultation meines letzten blog-eintrages musste ich dann aber merken, dass dem tatsächlich so ist und ich seit fast einem monat mit abwesenheit par excellence glänzte.

nun, ich kann euch hiermit alle beruhigen... ich lebe noch, es geht mir gut und ich bin weiterhin munter und fröhlich in vancouver unterwegs.

seit dem letzten eintrag hat sich einiges getan... meine schulzeit im vancouver english centre ist beendet, ich habe eine internship-stelle gefunden und bin schon fleissig am arbeiten. aber all das und noch ein bisschen mehr im detail! (deshalb: lesebrille richten, gemütliche sitzposition einnehmen und auf einen längere lektüre gefasst machen)

das letzte mal als ihr von mir gelesen habt, war ich immer noch in der schule, und mit job-interviews beschäftigt. dies ist nun alles vorbei - mit abschliessendem lob in den höchsten tönen von meinen lehrern und betreuern in der schule. [im normalfall bin ich ja nicht die person, welche über eigene erfolge prahlt... aber wenn man für die arbeiten & präsentationen mit dem mythos von midas verglichen wird, darf man wohl ein bisschen stolz sein].

nun, die schule ist vorbei - und ich muss gestehen, dass ich froh darüber bin. ich habe viel gelernt und mein englisch ist sicherlich nochmals um ein ganzes stück besser geworden - aber der eigentliche grund weshalb ich hier bin, ist die zeit die jetzt vor mir steht. der job in der software-entwicklungsfirma war nach einigen überlegungen von meiner und firmenseite doch zu technisch und wir einigten uns, dieses projekt nicht anzugehen. somit richtete ich den fokus auf den job in der beratungsfirma. das interview verlief gut, die leute die ich kennenlernen durfte waren sympathisch und die beschriebenen aufgaben welche auf mich zukommen sollten, tönten interessant.

nach 2 wochen in meinem eigenen büro, mit flexiblen arbeitszeiten, guten mitarbeitern und interessanten arbeiten freue ich mich auf die kommenden 14 wochen. einige meiner aufgaben sind nicht aus dem bereich der wirtschaftsinformatik... dies kümmert mich jedoch nicht wirklich, da ich gerne meinen horizont erweitere. in meinem angestammten beruf kann ich dann wieder arbeiten, wenn ich zurück in der schweiz bin und einen fixen job habe.

nebst all der schule, jobinterview und nun berufsleben gabs aber auch noch einen teil mit freizeit. weiterhin nehmen fitness & fussball einen grossteil dieser zeit in anspruch... andere aktivitäten wie eine velotour durch den stanley park mit freunden, go-kart-rennen fahren oder die weiterhin erfolgreichen vancouver canucks auf dem weg zum stanley cup final zu verfolgen - das nun, ENDLICH, schöne wetter macht vieles einfacher bzw. überhaupt möglich. hierzu möchte ich petrus meinen dank aussprechen :)

dieses wochenende, welches dank dem victoria day 3 tage dauerte, habe ich auch mit vorbeireitungen für das projekt 'van-san' begonnen. vancouver - san diego... meine velotour welche im september beginnen wird. ich werde diese strecke nun aber nicht wie geplant alleine zurücklegen, sondern kann auf die begleitung eines schulkollegen zählen. dies macht das eine oder andere in der vorbereitung und ausführung ein bisschen komplizierter, gibt mir aber auf der anderen seite auch sicherheit.

wir haben nun eine checkliste beisammen, welche uns all das benötigte material aufzeigt. mögliche bzw. geeignete velos wurden besichtigt und zur probefahrt bestellt, und auch zelt, schlafsack, notkocher und so weiter wurden bereits in verschiedenen shops verglichen. über den fortschritt dieses projekts werde ich ebenfalls hier berichten... ich freue mich jetzt schon unglaublich auf dieses abenteuer.

das wars dann schon wieder mit news aus vancouver... ich wünsche euch eine gute zeit - bis bald!

liebe grüsse,
euer philipp

Samstag, 23. April 2011

arbeit & vergnügen

an meine treuen (und alle anderen) leser,

die tage vergehen wie im fluge, und trotzdem habe ich immer wieder das gefühl, dass ich erst vor wenigen wochen aus der schweiz ausgereist bin. in den letzten paar wochen habe ich mich auf die schule & die trainings konzentriert... viel neues kam nicht hinzu - alles mit ein grund, weshalb die news aus kanada in kleinen, und spärlichen häppchen serviert wurden. xgüse meine lieben.

nun, trotz all dem ging doch einiges... job, fussball, whistler - aber nun alles der reihe nach. business first. nachdem ich auch in der dritten session in der schule wieder gute bewertungen bzw. noten in empfang nehmen konnte, startete vor 2 wochen nun die letzte session - nun komplett auf das arbeiten und das kommende praktikum in kanada ausgerichtet. von der jobsuche, über vorstellungsgespräch bis hin zu korrektem verhalten in verschiedenen business-situationen werden verschiedenste bereiche beleuchtet. bis jetzt sehr interessant und lehrreich.

diese letzten 4 schulwochen bestehen aber nicht nur aus schule - schliesslich soll auch noch ein job gefunden werden. somit stand vergangenen dienstag das erste jobinterview an. in einer software-firma namens 'spark integration tech.' mittlerweile fühle ich mich sehr wohl in der englischen sprache und kann mich auch gewählt ausdrücken - somit konnte ich auch gelassen an das ganze heran gehen. das interview verlief gut... einziger haken an der ganzen sache - alles ist sehr technisch, und ich müsste mich in den 4 monaten in sehr viel theorie einarbeiten. mehr theorie als tatsächliche arbeit. grundsätzlich stellt dies aber kein problem für mich dar, und auf diese weise könnte ich mein spektrum an wissen um einiges erweitern.

nun, mal schauen, wie sich die damen und herren entscheiden. kommenden dienstag steht dann noch ein zweites interview mit einer anderen firma an. 'ference weicker & company', eine management-beratungsfirma... nach firmen- und jobbeschrieb wäre diese position dann um einiges mehr auf business ausgerichtet. weitere infos hierzu werden dann aber nach dem gespräch folgen.

weiter gehts mit dem thema vergnügen... verganges osterwochenende verbrachte ich 2 perfekte tage in whistler. nach einem totalschneefall von über 15 m während der gesamten saison, welche notabene als die "zweit-schneereichste" saison aller zeiten gilt, liegen noch immer 350 cm des weissen freudenspenders. und nein, nicht in der breite :) sonne pur, snowboarden bei frühlingshaften temperaturen, party mit freunden. alles dinge die ich sehr gerne mag.

was ich weniger gerne mag ist verlieren. heute stand unser drittes spiel auf dem plan... mit einem frühen goal gut gestartet. dann konnte die gegnerische mannschaft 3 mal in folge einen torerfolg feiern. der anschlusstreffer gelang uns noch, mehr aber trotz vieler chancen nicht. dies war die zweite niederlage im dritten spiel - nicht unserem plan entsprechen. da wir aber ein neues und noch nicht 100% eingespieltes team sind, hoffen wir auf besserung - und glauben natürlich auch daran.

nach dem vergnügen des blogschreibens ruft nun aber wieder die arbeit in form einer präsentation für die schule... ich hoffe, dass ich euren lesehunger ein wenig stillen konnte... bis auf ein baldiges 'wiederlesen'

liebe grüsse,
philipp

Sonntag, 3. April 2011

2 x 2h & 90 min

hoi zämä...

ganze 2 wochen hats nun gedauert bis dieser beitrag verfasst wurde... eigentlich viel zu lange. aber es zeigt mir wieder einmal, wie schnell die zeit vergeht - denn ich habe nicht das gefühl, das bereits 2 weitere wochen vorbei sind...

nun ja, vieles, sehr vieles ging in dieser zeit. angefangen bei 2 events gleicher art, und doch so unterschiedlich. das letzte, jetzt eigentlich schon das vorletzte, wochenende besuchte ich 2 konzerte. das erste am samstag abend. in der rogers arena, deim heimstadion der vancouver canucks (eishockey-team aus vancouver), mit knapp 19'000 sitzplätzen. all diese plätze wurden 2 tage in folge ausverkauft - durch die herren von 'bon jovi'. nach kurzer online-recherche entdeckte ich, dass sich diese band in dem jahr formierte, in dem ich das licht der welt erblickte. seit 28 jahren unterwegs, über 130 million verkaufte tonträger... und eigentlich könnten alle mitglieder dieser band mein vater sein. ABER, und dieses aber müsste eigentlich noch in grösseren buchstaben geschrieben werden, diese jungs können ein 2 stündiges konzert abliefern, das niemanden auf dem sitz hält. rock pur, in bester qualität - für jung und alt. ach ja... mein sitzplatz, welcher kurz nach beginn des konzerts zu einem stehplatz umfunktioniert wurde, befand sich in der 8. reihe. somit konnte ich die show aus nächster nähe verfolgen... so quasi in HD-qualität. bilder wurden in grosser menge geschossen. ich werde alle aussortieren und die besten in der gallery veröffentlichen.

weiter gings am sonntag abend... mit einem weiteren konzert. diesmal in kleinem rahmen. ein kaum bekannter künstler namens david choi. ein junger herr mit koreanischen wurzeln, aufgewachsen in kalifornien. 25 jährig, nur geschätzte 200 - 300 zuhörer / -seher am konzert. das konzert war dann auch viel persönlicher - der kontakt mit dem publikum um einiges ausgeprägter. anders in vielen belangen, und doch auch das geld und die zeit wert.

apropos zeit... ich konnte es kaum erwarten. 90 minuten. ein fussball-match, der erste der saison. neue fussballschuhe, blaue socken, schwarze shorts, blaue shirts... ok, ich geb's ja zu. die ausrüstung alleine macht noch keine weltmeister. aber nach all den trainings waren alle spieler aus unserem team richtig heiss auf den ersten richtigen einsatz - und es war schon cool alle in dem neuen dress zu sehen. professionell ausgestattet. das team besteht aus erfahrenen als auch jungen, neuen spielern. insgesamt ein guter mix und ein ausgewogene zusammenstellung. nun ja, das spiel verlief vorerst nicht nach unseren vorstellungen. penalty nach 30 minuten für das gegnerische team - goal. in der halbzeit-pause konnten wir uns dann aber gut fassen und drehten in der 2. hälfte auf... mitunter dank einigen ein- / auswechslungen, da wir dieses spiel nutzen wollten, um einige spieler & postiionen zu testen. james, einer der jungen spieler, brachte uns dank 2 toren und einem versenkten penalty den erhofften sieg. 1. spiel - 1. sieg.... weiter so. ach ja, auch ich kam zu einem 15 minütigen einsatz gegen ende des spiels ;)

sooo... fertig für heute. der nächste beitrag sollte dann wieder wie gewohnt anfangs der nächsten woche online sein.


liebe grüsse aus dem langsam aber sicher frühlingshaften vancouver,
euer philipp

Montag, 21. März 2011

gold & grün

servus zam'n,

die neuen klassen sind gewählt... 'power speaking' am morgen - noch ein bisschen an meiner aussprache und der allgemeinen sprachfertigkeit feilen. am nachmittag bilde ich mich dann jeweils mit 'advanced reading & vocabulary' weiter. bis jetzt haben sich alle klassen als lehrreich erwiesen, auch die lehrer sowie die klassenkameraden haben immer gut gepasst. so auch dieses mal... viel gibt es aus diesen klassen jedoch noch nicht zu berichten.

deshalb weiter im verlauf der letzten woche. donnerstag war grün angesagt... st. patrick's day wurde hier in vancouver mit vollem einsatz gefeiert. von grün angezogenen studenten & lehrern über grün dekorierte bars und clubs bis hin zu grünem bier. so war es dann auch schnell mal 4 uhr am morgen... einige wenige fotos werden folgen.

weiter gings dann am samstag mit dem start in ein güldenes weekend. die sonne zeigte sich passend zum frühlingsbeginn von ihrer besten seite und strahlte in ihrer ganzen güte. das wetter hielt dann auch für das ganze wochenende an... fussball-training, neu mit der kompletten mannschaft, konnte auch am sonntag bei perfektem wetter abgehalten werden. nach einer langen "wolken-periode" taten diese strahlen so richtig gut. heute morgen wars dann aber auch schon wieder vorbei mit schön... regenschutz komplett montieren und bei regen in die schule. tja, man kann halt nicht immer alles haben.

allen meinen lesern wünsche ich eine schöne woche, nach wetterbericht solls ja in der schweiz ebenfalls richtig frühlingshaft sein, und verbleibe mit lieben grüssen aus vancouver,

philipp

Sonntag, 13. März 2011

ende & anfang

hoi zämä,

zum wochenanfang wieder einmal ein paar neugkeiten aus meinem leben in vancouver. die letzte woche war aus sicht der schule wieder einmal bestimmt durch das ende der einzelnen kurse. grosse abschlusspräsentation in meiner nachmittagsklasse am dienstag, toefl-test am mittwoch und eine kleine theateraufführung für die freitagnachmittags-klasse, welche jedoch nicht bewertet wurde.

99 von 100 punkten für meine leistungen in der economy-klasse, 110 punkte von max 120 im toefl-test. die lehrer waren überaus happy mit meinen leistungen - und auch ich bin zufrieden mit dem geleisteten. nun gilt es wieder neue klassen für die nächste session auszuwählen um meine englischkentnisses weiter zu perfektionieren. dies werden die letzten 4 wochen mit selbstgewählten kursen. anschliessend stehen dann die letzten 4 wochen in der schule an, die mich in speziellen ganztages-klassen auf mein internship vorbereiten werden.

ende der session in der schule, anfang eines harten trainingsprogramms für mich. zum einen will ich so fit genug werden, um in einem monat die volle distanz eines fussball-matches gehen zu können. zum anderen hilft mir dies ebenfalls um mich auf meine veloreise vorzubereiten. vor der schule - die ja erst um 9 uhr beginnt - gehe ich mit einem klassenkollegen joggen. die strecke entlang dem ufer scheint eine sehr beliebte strecke zu sein wie's scheint... viele aktive vancouverites tun es uns gleich. nach der schule gehts dann noch ins gym um meinen körper in form zu bringen.

nebst all dem sport soll ja auch noch ein bisschen spass und entspannung dabei sein. hierfür besuchte ich und 2 klassenkollegen einen aufführung des cirque du soleil programms 'quidam'. ich hätte äusserst gerne photos von all den unglaublichen teilen dieser shows gemacht. leider waren aber photoapparate und videokameras nicht erlaubt. rönrad, diabolo, seil- und tuchartisten, ein clown und weitere artisten zeigten eine super show, die in worten kaum beschrieben werden kann... deshalb hier ein link zu der seite um euch nur einen kleinen einblick zu geben: quidam - falls ihr die möglichkeit habt, definitiv ein besuch wert!

eine weitere woche vorbei, die neue vor der türe... allen eine wunderschöne zeit, bis nächstes mal.

liäbä grüäss us vancouver,
philipp

Sonntag, 6. März 2011

sport & spass

salü zämä,

unglaublich wie die zeit rennt... der kalender zeigt schon an, dass märz sei. 2 monate meines abenteuers sind somit bereits vorbei - dem gefühl nach bin ich aber erst vor wenigen tagen aus dem glanerland in die grosse welt gereist.

in meinem letzten beitrag habe ich über meinen ersten tag in whistler berichtet. nun, letztes wochenende (25. februar) stand ein weitere besuch des skigebiets an. himmel: blau, pisten: perfekt, andere skifahrer: keine, thermometer-anzeige: saukalt. trotz sonne pur wollten die temperaturen nicht über -26 grad celsius klettern. in verbindung mit dem wind auf der spitze des berges resultierte daraus eine gefrorenen nasenspitze und etwas kühle finger. mittlerweile fliesst das blut jedoch wieder wie gewohnt durch all meine extremitäten. dank ein paar glarnern, welche die ganze saison in whistler verbringen und ein haus gemietet haben, konnte ich dann auch gleich dort übernachten. besten dank an die gastgeber!

diese woche besuchten mich dann die selbigen kollegen in vancouver. nach 2 grossen pizzen wurde das nachtleben von vancouver ausgiebig getestet. es schien so, als ob einige glarner eine veritable anziehung auf die kanadische damenwelt ausüben. (namen werden hier des datenschutzes zuliebe keine genannt :) bei abwechselnder musik einer prima live-band und musik vom plattenteller wurde getanzt was das zeug hielt. alles in allem ein sehr amüsanter abend.

nun noch ein kurzer bericht über meine sportlichen betätigung während dem vergangenen wochenende. da ich dem training des legendären fc gründli (aus unerklärlichen gründen immer wieder auch mit dem namen fc blau bezeichnet) dieses jahr nicht beiwohnen kann, meine fussballerische karriere aber hier weitertreiben möchte, habe ich mich auf die suche nach einem verein gemacht. gesucht - gefunden. das training des "blues fc" findet jeden sonntag um 2 uhr statt und wird von einem trainier geleitet. für ein zweites training während der woche wird noch der beste tag gesucht. die mannschaft ist aus spielern zusammengesetzt, die zwischen 20 und 30 jahre alt sind, meist aus vancouver selber oder aber eingewandert sind. der verein spielt in einer liga mit, somit werde ich auch zu richtigen spielen während der saison kommen - vorausgesetzt, ich kann meine pumpe so trainieren, dass 90 minuten ein nicht-unüberwindbares hindernis darstellen. 3 wochen bis zum saison-start bleiben um ein anständiges niveau zu erreichen. fitness-center, here i come!

diese woche stehen bereits wieder end-of-session-prüfungen an... 1 mal test über all meine english-fähigkeiten (lesen, hören, sprechen, schreiben) und 1 mal eine präsentation halten. sollte auch diesmal ohne grösseren schweissverlust machbar sein.

somit wisst ihr nun wieder alles wichtige und aktuelle aus dem land des ahornsirups... ich wünsche allen eine schöne woche und bis bald,

euer philipp

Donnerstag, 24. Februar 2011

heiss & kalt

hallo meine lieben,
in den letzten tagen habe ich wieder einmal einiges erlebt - und möchte euch dies natürlich nicht vorenthalten.

zuerst die heissen news: vor einigen tagen ging ich mit ein paar schulkollegen aus mexiko essen. zur vorspeise gabs totopos, und nachos, als hauptspeise wurde tampiquena (ein gericht aus dem heimatort der mitschüler) serviert, und zum dessert wurden noch ein paar churros verdrückt. [die fotos - auf den namen des jeweiligen gerichts klicken - sind nicht von mir, sondern wurden ledichglich zur illustration des menüs ausgewählt]. während dem abend habe ich etwas über mexikanisches essen gelernt: immer, IMMER zuerst ein kleiner biss nehmen und schauen, ob etwas scharf ist. da ich vor diesem abend nicht über dieses wissen, dafür aber über einen bärenhunger verfügte, verspies ich alles in grossen stücken. bis ich dann auf eine chilisorte stiess, die sich als grüne pepperoni tarnte. diese chili wurde wohl vom teufel persönlich in der hölle gepflanzt... ein roter kopf, tränende augen und spontane schweiss-ausbrüche waren die folge. die mexikanischen kollegen amüsierten sich köstlich über dieses missgeschick... nun ja, überlebt und um ein erlebnis reicher. gut so ;)

weiter gehts mit den kalten news: letztes woche war perfektes wetter angesagt... und damit zeit, um endlich die unendlichen pisten in whistler unter das brett zu nehmen. das skigebiet ist riesig, erstreckt sich über 2 berge (whistler und blackcomb), wobei die beiden berge mit einer gondel verbunden sind - welche rekorde brach. der lift erstreckt sich über 4.4 km, wobei eine strecke von 3 km ohne eine einzige stütze zurückgelegt wird. an der höchsten stelle schwebt die gondel 436 über dem boden, und die anlage gilt als das längste zusammenhängende liftsystem der welt.
nun, nicht nur die gondel ist in whistler sehenswert. auch der schneereport liess sich durchaus sehen. 2m neuschnee innerhalb der letzten 7 tage und -15° C auf dem thermometer versprachen einiges. kurz gesagt, wir wurden nicht enttäuscht. wie bei vielem im leben gabs aber auch hier ein negativpunkt... ein 1-Tagespass kostet $ 95.- da ich ein kanadischer führerschein besitze und mich so als einwohner von british columbia ausgeben kann, konnte ich einen 5 tagespass kaufen welcher den tagespreis auf angenehme $ 66.- drückt. für meinen nächsten besuch werde ich noch versuchen, eine preisgünstige unterkunft zu finden. aufgrund des super wetterberichts waren alle (zahlbaren) zimmer restlos ausverkauft.

apropos wetterbericht... liebe schweizer, seid froh wenn kollege bucheli und seine freunde nicht immer zu 100% richtig liegen. hier in kanada wird wohl definitiv gewürfelt. die letzten 3 tage war schnee vorausgesagt - der einzige punkt in dem der bericht zutraf war, dass das thermometer unter 0° fallen wird. stahlblauer himmel war die schöne realität...

tja, soviel von meiner seite. photos wie immer in der galerie...

liebe grüsse an alle meine leser,
euer philipp


Montag, 14. Februar 2011

news

prüfungen mit bravour bestanden... weiter gehts mit der schule - weitere 4 wochen stehen an. die einzelnen klassen konnte ich wiederum selbst auswählen. entschieden habe ich mich nun für eine toefl-klasse. dies soll mich in allen bereichen (schreiben, lesen, hören, sprechen) weiterbringen. nachmittags besuche ich eine klasse, welche sich auf kommunikation im business-bereich (zB vorträge / präsentationen, etc) fokussiert. da die studenten der oberen level die kurse alle selber wählen können, werden die klassen nach jedem block wieder neu durchmischt... somit habe ich nun wieder ganz viel neue leute kennengelernt. weiterhin kein einziger schweizer in sicht.

gestern abend war die 2. runde unseres 'multinationalen kochevents' angesagt. die gastgeberin kommt aus holland. menu diesmal: tomatensuppe mit kleinen fleischbällchen zur vorspeise, anschliessend grosse fleischklösse mit kartoffeln, broccoli und blumenkohl zur hauptspeise und zum dessert pfannkuchen. auch hier blieb am schluss nichts übrig bis auf ein paar vollgefressene sprachschüler ;)

letzten freitag habe ich mir noch ein velo zugelegt - welches heute zum ersten mal zum einsatz kam. von nun an werde ich den schulweg wohl eher fahrend hinter mich bringen. fotos hierzu, und noch ein paar fotos mehr findet ihr in meiner galerie.

zu guter letzt noch eine nachricht für alle schneeliebhaber: whistler meldet für die letzten 7 tage über 1m neuschnee... die pläne für nächstes wochenende sind wohl gemacht :)
(mit petrus und frau holle habe ich mich bereits abgesprochen. eine ladung schnee soll unterwegs sein in richtung schweiz. liefertermin jedoch noch ungewiss...)


bis nächstes mal,
philipp

Sonntag, 6. Februar 2011

die zeit rennt...

ein ganzer monat ist bereits vorbei... zeit für weitere news aus dem fernen kanada :)

die schule macht weiterhin spass. nächste woche stehen bereits die prüfungen an, da jeweils nach 4 wochen ein block schule abgeschlossen wird. die prüfungen sollten aus meiner sicht durchaus machbar sein da ich ja ein fleissiger schüler bin :)

vor etwas mehr als 1 woche habe ich mir ein auto zugelegt... wieder ein ford explorer, wie schon in san diego. da ich das auto nicht jeden tag benutze, und hier in vancouver in wohnvierteln meist nur mit einer bewilligung parkiert werden darf, habe ich mir dann auch sofort ein "parking permit" zugelegt. ich wollte ja schliesslich nicht, dass mein auto abgeschleppt wird...

letzten freitag hatten wir aufgrund einer lehrerkonferenz keine schule. daher wollten wir etwas unternehmen. wir entschlossen uns, aufgrund unserer multinationalen zusammenstellung für ein "koch-event". die idee dahinter ist einfach: jedes land bekocht einmal die anderen klassenkameraden - mit einem menu aus der heimat. da die idee von meiner seite kam, war ich auch gleich der erste gastgeber.

menü: salat, ghackets & chäshöräli mit selbstgemachtem apfelmus und zum dessert ein toblerone-mousse. als ich mich dann auf den weg begab, um alle zutaten für das nachtessen einzukaufen, fiel mir auf, dass mein auto irgendwie nicht mehr an dem ort stand, an dem ich es vor 3 tagen abgestellt hatte. 1. verdacht: gestohlen... da ich aber in einem sicheren und ruhigen teil von vancouver wohne, verflog dieser verdacht dann schnell wieder. 2. verdacht: abgeschleppt... aber weshalb? parking permit war gekauft und an der richtigen stelle montiert, alles schien korrekt. tja... mal schnell bei der städtischen abschleppfirma nachgefragt, ob ein schwarzer ford explorer mit dem kennzeichen "945 TCM" auf ihrem platz stehe. und siehe da, volltreffer. "straftat meinerseits": innerhalb von 1.5 meter von einer garagenausfahrt geparkt. die ausfahrt ist wohlgemerkt etwa 6 meter breit... tja, hilft alles nichts - busse von 50 und abschleppkosten von 130 dollar mit einem grummeln bezahlt, und das auto wieder zuhause parkiert. diesmal natürlich mit besonderer vorsicht, nicht innerhalb der 1.5 grenze zu parkieren. das anschliessende "schweizer nachtessen" glückte in vollem umfang - die gäste waren sehr zufrieden, hielten die teller mehrere male hin und am schluss war alles weg :) während dem abend wurde auch noch dafür gesorgt, dass der "schellenjass" weltweit bekannt wird.

gestern abend war dann noch eine partie angesagt. lyndsay (habe ich in schweden kennengelernt / hat mir bei der wohnungssuche in vancouver geholfen) hatte geburtstag. zuerst ein anstossen mit freunden bei ihr zuhause, anschliessend festen, feiern und tanzen in einem club in downtown. alles in allem ein sehr amüsanter abend. das tanzbein wurde wieder einmal so richtig geschwungen. uuund, man möge es kaum glauben, aber ein kollege von lyndsay heisst mit nachnamen ebenfalls egli... [weiss jemand, ob wir hier auch verwandte haben :D]

heute war dann noch super bowl angesagt... das finalspiel der football-saison, welches mit jeweils über 100 millionen zuschauern der meistgesehene tv-event des jahres ist und in den USA einem feiertag gleichgesetzt werden kann. parties überall, und jede bar bis zum zerbersten gefüllt.

tja... woche 4 ist somit vorbei, und woche 5 steht vor der türe. wünsche euch allen eine gute zeit - bis zum nächsten mal. (habe mir vorgenommen, nun regelmässig jede woche min. 1 eintrag zu schreiben)

liebe grüsse aus vancouver,
philipp

Sonntag, 23. Januar 2011

woche 1 in der schule

die erste woche in der ich die schule besuchte, neigt sich dem ende zu... zeit für ein kurzer rückblick.

in meinem letzten post gab ich an, von vielen asiaten umgeben zu sein. wie ich mittlerweile bemerkt habe, sind nur etwa 40% aus dieser region. etwa die gleiche anzahl schüler sind aus brasilien... wohl blüten deren aufstrebender wirtschaft. die restlichen 20% der schüler sind bunt durchmischt. bis jetzt habe ich noch keine anderen schweizer kennengelernt - daumen hoch für dies! so kann ich nicht anders, als immer englisch zu sprechen.

meine morgenklasse, in die wir aufgrund unseres eintrittstests am ersten tag eingeteilt wurden: 1 x brasilien, 1 x polen, 1 x deutschland, 1 x holland, 2 x mexiko, 2 mal japan... das thema dieser klasse ist grammatik. tönt sehr trocken - unserer lehrer kevin (28) gestaltet die stunden jedoch interessant und streut immer wieder einmal ein spiel ein.

meine nachmittagsklasse konnte ich selbst aussuchen. für die ersten 4 wochen habe ich mich nun für eine writing-klasse entschieden. zusammensetzung dieser klasse: 1 x iran, 1 x aserbaidschan, 2 x china, 3 x brasilen. thema dieser klasse: aufsätze, bewerbungen, undundund - hauptsache schreiben. damit uns nicht die finger abfaulen vom vielen schreiben, gibt es zuerst eine stunde, welche wir mehrheitlich mit sprechen verbringen. dabei gibt es zuerst eine news-session, bei der jeder student kurz über etwas aktuelles aus den news erzählt. anschliessend wird das thema des nächstens aufsatzes besprochen, evtl noch ein bisschen theorie dazu und los gehts..

die schule hat 50 zimmer - pro zimmer und klasse sind meist etwa 10 studenten. bilder der schule folgen... weitere einträge ebenfalls :)

bis bald,
liebe grüsse aus vancouver!

Montag, 17. Januar 2011

vancouver english centre

1. tag in der schule :) nun, schule war's ja eigentlich noch nicht... einstufungstests, informationen, rundgang. so in etwa sah der stundenplan für heute aus.

weiter nicht so schlimm - so kann ich mich gemächlich wieder an das schüler- / studentenleben gewöhnen. erste eindrücke konnte ich trotzdem schon sammeln.

stichwortartig schon mal eine zusammenfassung - ein ausführlicher eintrag folgt dann später
: 30 min fussmarsch, grosse schule, viele schüler, 50% asiaten, bis jetzt 0% schweizer, viele schüler sind wohl jünger als ich, gut organisiert, ...

adiö, bis bald!

Montag, 10. Januar 2011

erste tage in vancouver

die ersten tage in vancouver sind bereits vorbei. höchste zeit also, um den zuhause gebliebenen die ersten eindrücke weiterzugeben.

die reise von zürich über london nach vancouver verlief problemlos. die befürchteten gewichtsprobleme mit dem gepäck verflogen genau so schnell, wie die 15 stunden reisezeit. auch das einreise-prozedere stellte keine herausforderung dar... alle papiere waren bereit und mein englisch ausreichend, um dem netten officer der einreisebehörde alle fragen zu beantworden.

mein neues zuhause [goo.gl/maps/3i4w - auf der rechten seite] liegt an der steilsten strasse von ganz vancouver. die wohnung erstreckt sich über 2 bzw. 3 ebenen. unten liegt mein zimmer, mit eigenem badezimmer. in der mitte befindet sich küche, wohn- & esszimmer. zuoberst gibt's noch eine dachterasse mit schöner aussicht auf vancouver downtown... perfekt für grilladen an einem warmen sommerabend. aber so weit sind wir ja zum glück noch nicht. (photos aus dem haus - wie auch noch weitere photos - findet ihr auf picasaweb.google.com/phil.egli)

gestern, wolkenlos und angenehm 'warm', habe ich mich aufgemacht, um die nähere umgebung zu erkunden. nur wenige meter von meinem neuen daheim befindet sich ein kleiner park, wunderschön direkt an der bucht gelegen.




























der park bietet eine super aussicht auf downtown. im hintergrund sieht man noch die spitzen der berge. dies sollte mich problemlos über die nächsten 8 monate bringen :)

weitere photos und beiträge werden folgen... stay tuned!

Mittwoch, 5. Januar 2011

abreisetag

hoi zämä,
von nun an werde ich für alle daheimgebliebenen versuchen, mit diesem blog einigermassen regelmässig mein jahr im ausland zu dokumentieren.

die reise startet heute um 13.20 in zürich mit dem flug nach vancouver, mit einem kurzen zwischenhalt in london.

melde mich dann wieder aus canada!
liebe grüsse,
philipp